Herkunft der Sorten

   

Pfundbirne

Pfundbirne, bereits um 1550 erwähnt und beschrieben.
(Catillac)

 

Unsere Kulturobstsorten stammen von Kreuzungen der in Europa und Asien heimischen Wildarten ab. 

 

Beim Apfel sind die Ausgangsformen wahrscheinlich Malus sylvestris, der Holzapfel und Malus pumila, der Zwergapfel. Beide Arten kommen in grossen Beständen im Kaukasus und in Mittelasien vor. Diese Gebiete sah der Botaniker Vavilov (1887-1943) als Ursprungsgebiete und Mannigfaltigkeitszentren für unsere Obstgehölze an. lm Gefolge der Völkerwanderung um 3000 v. Chr. dürfte der Weg hierher über den Orient, Griechenland und das Römische Reich geführt haben.

 

Aus den Schriften der Römer kennen wir viele Sortennamen. Deren Sämlinge und spätere Herkünfte aus dem Orient schufen in zwei Jahrtausenden die europäischen Obstsorten. Die schmackhaften grossfrüchtigen wurden ausgelesen, im Anbau behalten und veredelt Die Menschen erkannten, dass nicht durch Aussaaten, sondern einzig durch Veredeln eine wertvolle Sorte mit ihren Eigenschaften erhalten wird.

Kernobstsorten sind spalterbig: ausgesäte Samen spalten in ihre Eigenschaften auf - aus jedem Samen entsteht eine neue Sorte. Diese Sämlinge sind meistens kleinfrüchtig und kein Gaumenkitzel. Unter zahlreichen Sämlingen finden sich auch einzelne grossfrüchtige, wohlschmeckende. Durch Zufall oder Aufmerksamkeit wurden heute noch gebräuchliche Sorten an ihrem Ursprungsort gefunden und in Kultur genommen, z.B. begleitet uns die Goldparmäne seit dem 12. Jahrhundert.

 

Schutz von Pfropfreisern

Reifen zum Schutz der Edelreíser gegen Vögel (links).
Befestigungen der Triebe der Edelreíser am Reifen (rechts).

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